Mit 1300 Seiten oder 24 Stunden ans „LIMIT“…

(Frank Schätzing: LIMIT; 1328 Seiten; Kiepenheuer & Witsch 2009; Gebunden 26 €; ISBN 3462037048)

(Hörbuch-Ausgabe: Der Hörbuch Verlag; 20 Audio-CDs; Laufzeit 1400 min.; 39,90 €)

Ein echter Wälzer ist Frank Schätzings Science-Fiction Thriller „LIMIT“: über 1300 Seiten – oder wahlweise eine 24 stündige Lesung als Hörbuch (ungekürzt). Ich habe mich fürs Hörbuch (von Heikko Deutschmann souverän eingesprochen) entschieden.

Ausgangslage des Romans: Es ist das Jahr 2025, und die USA und China suchen auf dem Mond nach dem Gas Helium-3, das die zur Neige gehenden fossilen Brennstoffe ersetzen soll. Die Amerikaner sind dabei auf die Infrastruktur angewiesen, die ihnen ein ehrgeiziger Unternehmer namens Julian Orley zur Verfügung stellt. Ein „Spacelift“, ein überdimensionierter Lastenaufzug, soll die Strecke zwischen der Erde und einem Verladebahnhof im Orbit überbrücken. Jetzt fehlen nur noch die Investoren. Also überredet Orley eine Gruppe von Millionären zu einem Ausflug auf den Mond. Das geballte Risikokapital der Erde macht sich auf in die Schwerelosigkeit und wird dort zum Opfer eines terroristischen Anschlags: Das ist der Ausgangspunkt, von dem aus Schätzing in ein auf den ersten Blick rasantes Action-Szenario startet.

Bereits mit seinem Roman „Der Schwarm“ bewies Frank Schätzing seine Akribie bei der Recherche. Diese ist auch bei „LIMIT“ zu spüren. Viele wissenschaftliche Details werden fundiert eingebaut, ohne langatmig oder deplatziert zu wirken. Dies ist aber so ziemlich das einzige, was mich nach der begeisternden Lektüre von „Der Schwarm“ an „LIMIT“ nicht enttäuscht. Meine Erwartungen waren zugegebenermaßen sehr hoch – und haben sich nicht erfüllt. Kritikpunkte: Handlung mit z.T. argen Längen und Nebenkriegsschauplätzen, welche die Handlung nicht voranbringen; recht holzschnittartig angelegte und beschriebene Charaktere; Dialoge wirken mitunter recht aufgesetzt und stelzig. Das alles habe ich bei Schätzing anders in Erinnerung…

Fazit: Kein wirklich schlechtes Buch, jedoch kann es an die Qualitäten von „Der Schwarm“ nicht heranreichen.

Gesammelte Kritiken zu LIMIT bei perlentaucher.de

Frank Schätzings Homepage  mit Hinweisen zur Lesereise 2010

Rezensionen in anderen Blogs:

Eine eher kritische bei Liisas Litblog und eine eher positive bei Dr. Watson’s Buchkritik

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