Ein wenig Nostalgie… Elmorino@Concerts – the early years

Hab durch Zufall einen Packen alter Konzertkarten entdeckt (Die Älteren unter Euch können sich noch erinnern: Damals, als Konzertkarten noch liebevoll gestaltet waren und keine Endlosdrucke aus elektronischen Ticketsystemen…).

In einem Anflug von Nostalgie habe ich mich entschlossen, die schönsten und wichtigsten einzuscannen und ein paar Erinnerungen zu notieren – ihr wisst schon: Damit ich meinen Enkeln dereinst zeigen kann, was für einen coolen Opa sie doch haben :-)))

1987: Mein allererstes Konzert war ein Open-Air Festival in Deggendorf. 17jährig konnte ich der Provinz noch nicht so recht entflliehen und so war ich hellauf begeistert, als in Deggendorf tatsächlich ein Open Air stattfand. Immerhin kam ich so in den Genuß, Chuck Berry Live zu sehen…

1988: Meine großen Helden zu dieser Zeit waren Pink Floyd. Und tatsächlich kamen sie nach München und ich war dabei. Ihr seht: Ich habe meinen Aktionsradius ausgedeht 🙂 1994 hatte ich dann nochmals das Vergnügen, vielleicht das letzte mal, nachdem ja Rick Wiright vergangenes Jahr verstorben ist und es fraglich ist, ob Pink Floyd nochmal Live auftreten…

Zwei außergewöhnliche Konzerte, die ich aus unterschiedlichen Gründen nie vergessen werde:

Da wäre zum einen Nirvana, die ich am 1.März 1994 in München live sah. Kurt Cobain war recht übellaunig, hatte keinen Bock, „Smells Like Teen Spirit“ zu spielen, keine Ansagen, Keine Zugabe. Nach diesem Konzert brach er die Tournee ab und am 12.4. nahm er sich das Leben. So war ich beim letzten Konzert überhaupt der legendären Nirvana live dabei…

Auch bei den Pogues war ich Zeuge eines der letzten Konzerte mit Sänger Shane Mc Gowan. Beim Bodensee-Festival freute ich ich auf die Iren, allerdings wars schon ne ziemliche Enttäuschung: Shane war so besoffen, dass er schon mal erst beim dritten Song auf die Bühne kam, zwei Lieder verzweifelt versuchte im Takt zu bleiben, dann im Vollrausch auf der Bühne zusammenklappte und rausgetragen wurde. Der Rest des Konzerts war Intrumental. Damals fand ichs scheiße, heute find ichs ne geile Story zum Erzählen :-))

Open Air Festivals fand ich schon immer ganz interessant, aber häufig hatte ich einfach andere Erwartungen und Faves als der Rest des Publikums. Beim Guns n Roses Open Air beispielsweise interessierte mich Guns n Roses überhaupt nicht, die zweite Band Faith no More ein bischen. Hingegangen bin ich eigentlich wegen Soundgarden. Da war ich scheinbar der einzige. Soundgarden ginen um 12 Uhr Mittags bei glühender Hitze auf die Bühne und spielten 5 Songs. Ich glaub ich war der einizige der 50000 Zuschauer, der überhaupt aufgestanden ist und sein Sonnenbad unterbrochen hat 🙂

Auch eine ausgeprägte Hip-Hop-Phase mündete in diversen Konzertbesuchen. Unvergessen das Erste – RUN DMC (1988). Hip Hop ist nunmal schwarze Musik, dennoch war es für uns aus Niederbayern Angereisten ziemlich aufregend, so viele „Nigga“ auf einen Haufen zu sehen – sowas kannten wir schliesslich aus unserem Dorf nicht „live“ 🙂

So ab 1992 begann dann meine Punk & Indie Zeit. Unvergessen das Fugazi Konzert. Da hab ich schmerzlich am eigenen Leibe erfahren, dass ein Hardcore-Konzert nunmal kein Kindergeburtstag ist und Pogo echter Männersport (keine Details…) 🙂
Sehr witzig auch Alice in Chains, die einem richtig leid tun konnten. Eigentlich waren sie Headliner und haben nichtsahnend eine Vorband names Clawfinger mit auf Tour genommen. Dumm nur, dass Clawfinger dermassen durchgestartet sind, dass sie Alice in Chains die Schau stahlen. So auch in München, wo nach Clawfinger der Abend eigentlich beendet war und die Hälfte der Leute total ausgepowert nach Hause gingen (ich übrigens auch)…

Zu dieser Zeit fand ich auch die Toten Hosen klasse. Die hab ich gleich ein paar mal gesehen. Unvergessen bleibt das Konzert in Passau. Bereits zwei Stunden vor Konzertbeginn rein in die Hall und sofort zum Bierstand, mal will ja in der richtigen Stimmung für die Hosen sein. Das Spielchen trieben wir dann etwa eine Stunde und ca. 6-7 Biere lang und waren allesamt verwundert, warum sich keine Wirkung einstellte. Schliesslich registrierten wir ein Schild am Bierstand: „Heute nur Alkoholfrei“. Nach kurzer Panikattacke entsinnten wir uns der Flasche Wodka, die wir noch im Auto gebunkert hatten und also nichts wie raus und in Rekordtempo in Konzertlaune getrunken 🙂

Metallica gehörten schon imemr zu meinen Faves, daher hab ich sie auch mehrere Male live gesehen. Immer wieder ein Erlebnis. Besonders krass war das Konzert in der Olympiahalle. Mitten im Set plötzlich Panik auf der Bühne, merkwürde Geräusche (wie Kurzschlüsse), die Bandmitglieder stürmen von der Bühne, ein Roadie „fängt tatsächlich Feuer“. Die ganze Olympiahalle starrt wie paralysiert zur Bühne, alle denken, die Bühne steht unter Strom und da passiert grade ein großes Unglück. Dann: Es gehen kleine Lichtfunzeln an, die Band kommt hoch, schmunzelt ein wenig und die Band spielt Songs aus ihrer Garagen-Zeit. Ziemlich Makabrer, aber absolut gelungener Streich 🙂

Jeder hat so die dunklen Seiten, an die er sich nicht so gerne erinnert – ich gebs nur ungern zu, aber: Ich mochte mal Herbert Grönemeyer und war diverse male auf Konzerten. Das bringt mich rückblickend echt zum Kopfschütteln, aber so wars nunmal 🙂
Da ist meine damallige Leidenschaft für BAP ja schon fast als cool zu bezeichnen…

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