Eine lange Nacht im Kesselhaus mit Josef Hader…

Er ist einer der ganz großen österreichischen Kabarettisten – und Dank “Neues aus der Anstalt”, “Scheibenwischer”, “Mitternachtsspitzen” und der Verfilmungen der Brenner-Krimis von Wolf Haas mittlerweile in Deutschland auch jenseits Bayerns bekannt: Josef Hader

Gestern stand im Kesselhaus München die „lange Nacht des Josef Hader“ auf dem Programm. Lange Nacht bedeutete zum einen Josef Hader live mit seinem Programm „Hader muß weg“, und zum anderen eine Kinovorführung des Films „Blue Moon“ mit Josef Hader in der Hauptrolle.

Los gehts mit Hader live… Hader kommt auf die Bühne des Kesselhauses, täuscht eine technische Panne vor und schon ist er wieder weg. Über eine Leinwand blickt der Zuschauer in die Requisite, in der sich Hader, neben seinem Freund und Techniker Gerhard, erstmal eine Line Koks zurechtlegt. Er setzt zu einem rundumschlag gegen „die Gesellschaft“ an“. Weder der „ehrliche, stumpfsinnige, faschistoide Bauernschädel“, noch der „hedonistische Durchschnittsdepp“ bleiben verschont.  Er selbst spielt den arroganten Kotzbrocken , den Star Josef Hader, dem die Fans am Arsch vorbei gehen… Anschliessend geht es auf der Bühne weiter: „Hader erzählt eine rasante Pulp Fiction-Geschichte. Aber er erzählt sie nicht wirklich, da es weder einen auktorialen noch einen Icherzähler gibt: Hader reiht eineinhalb Stunden lang konsequent Dialog an Dialog. Die insgesamt sieben Charaktere, die er abwechselnd verkörpert, sind nicht so sehr durch Gestik definiert, aber durch Stimme, Sprache, Lachlaute. Und Hader macht das, wie gewohnt, hervorragend.“ (Der Standard).

Hier noch meine Lieblingsszene aus „Hader muß weg“: Der Barpianist…

Das Publikum bedankt sich mit euphorischem Applaus – ist in die Pause entlassen und freut sich auf den nun folgenden Film „Blue Moon“.

Blue Moon ist im Vergleich zu den Brenner-Krimis dem breiten Kino-Publikum eher unbekannt. Ein Film der eher leisen Töne, aber mit seinen Bildern wahnsinnig atmosphärisch!

Zum Inhalt: Im Auftrag des organisierten Verbrechens soll der stoische Geldbote Johnny (Josef Hader) von Wien nach Bratislava reisen, um dort einen Kurierdienst zu erledigen. Statt auf seine Auftraggeber stößt er jedoch auf die geheimnisumwitterte, ukrainische Taxifahrerin Jana (Viktoria Malektorovych), in die er sich prompt verliebt. Als die schöne Jana weiter Richtung Osten entschwindet, reist Johnny ihr hinterher und erhält Gesellschaft von dem ostdeutschen Kleingauner Ignaz (Detlev Buck), der ihn mit den Gepflogenheiten des Ex-Ostblocks vertraut macht.

Fazit: Das Filmdebüt von Regisseurin Andrea Maria Dusl, ist eine perfekt besetzte,  melancholische Roadmovie-Reise in den Wilden Osten

Sammlung mit Pressestimmen zum Programm „Hader muß weg“ (pdf)

Über Blue Moon bei artechock.de

Josef Hader online

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