Erwachsen werden in den 80ern: Rainer Schmidt’s „Wie lange noch“…

(Rainer Schmidt: Wie lange noch; Kiepenheuer & Witsch Verlag 2008; 352 S.; 9,95 Euro)

In seinem ersten Roman «Wie lange noch» erzählt Rainer Schmidt vom Leben junger Erwachsener in den 80er Jahren, lange bevor die Medien das Thema Jugendgewalt entdeckten. Am Rande einer Großstadt im Rheinland leben Felix und seine Freunde in ständiger Bedrohung durch Schläger aus der Nachbarsiedlung. Seine große Liebe Nadja hat ihn verlassen, seine Eltern leben in einer anderen Welt. Kurz vor dem Erwachsenwerden fragt Felix sich, wie lange er sein Leben zwischen Sehnsüchten und Gewalt noch aushalten kann.

Eindringlich schildert er das Innenleben seiner Hauptfigur: Die Suche nach großen Gefühlen, Freundschaften, Enttäuschungen und erster Sex. Mit viel Alkohol und schwarzem Humor versucht Felix zu überleben… So brutal und sachlich wie die gerade Rechte, die das Nasenbein zerknacken lässt, kommen die Beschreibungen der Gewalt daher, die so alltäglich scheint, dass sie bei den Freunden nur noch selten für Aufregung sorgt. Sie gehört dazu, man gewöhnt sich daran, baut sie ein ins eigene Leben, gibt ihr einen Sinn.

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Artikel im Tagesspiegel

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