Hautnah beim Drachenzähmen dabei – „Drachenzähmen leichtgemacht“ in 3D…

(Mathäser, 27.03.2010 in 3D)

Nachdem uns bereits Oben! als 3-D-Version riesig Spass gemacht hatte, freuten meine Tochter und ich uns riesig auf „Drachenzähmen leicht gemacht…“.

Auf der kleinen Insel Berk, hoch oben im Norden, wird nicht lange gefackelt. Mordsstarke Wikinger müssen ihre Heimat vor wilden Drachen beschützen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Auch der schmächtige Teenager Hicks, Beiname „der Hüne“, ist Feuer und Flamme für die Drachenjagd – nur leider hat er im Umgang mit Waffen zwei linke Hände. Da sein Vater niemand Geringeres ist als Haudrauf „der Stoische“, Häuptling des Wikingerstammes und ein berühmter Drachenjäger, soll Hicks auf der Drachenschule nun auch die raue Kampfkunst der Wikinger erlernen. Doch ehe Hicks – der übrigens ein pfiffiger und begeisterter Tüftler ist – den gefürchteten Unterricht antreten kann, wird sein Dorf von einer wilden Drachen-Armada angegriffen. Das ist Hicks große Chance, einmal einen Drachen zu besiegen und die Ehre seines Vaters zu retten! Mit viel Mut und Köpfchen gelingt es ihm, einen „Nachtschatten“, eine der gefährlichsten Drachenarten, abzuschießen. Doch anstatt seinem Vater von seinem bemerkenswerten Fang zu erzählen, freundet sich Hicks mit dem Nachtschatten an. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vor allem Hicks Welt auf den Kopf stellt: Ein Wikinger, der einen Drachen zum Freund hat? Damit verstößt er gegen die Wikingerehre, die seinem Vater beim Donner von Thor über alles geht.

Mit „Drachenzähmen leicht gemacht“ hat Dreamworks, aus deren Studios auch „Shrek“ und „Madagascar“ stammen, wieder einen tollen Animationsfilm für die ganze Familie geschaffen. Einerseits schrecklich und hässlich sind die fliegenden Wesen, andererseits aber niedlich wie Haustier-Babys. Dieser Wandel vollzieht sich an den für die Handlung genau richtigen Stellen. Auch die Eigenschaften der verschiedenen Drachenarten sind mit Liebe zum Detail im neuesten Animationsfilm des Studios umgesetzt.

Und ganz nebenbei auch ein Film vom Mut, zu sich selbst zu stehen und anderen mit Neugier und Offenheit zu begegnen!

Offizielle Film-Website

Gesammelte Kritiken zum Film bei Film-Zeit.de

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Eine wunderbare Kinderbuch-Verfilmung: „Hier kommt Lola“…

(Kino: Mathäser, München)

Traditioneller Kino-Besuch mit meiner Tocher… Nach dem unsäglichen „Rock it“ war dieses mal zum Glück wieder ein anspruchsvollerer Film auf dem Programm: „Hier kommt Lola“.

Zum Inhalt: (Zitat Film-Dienst 05/2010): „Ein neunjähriges Mädchen zieht mit seiner Mutter, einer Krankenschwester, und seinem brasilianischen Vater nach Hamburg und sucht dort sehnlichst nach einer besten Freundin. Das quirlige und fröhliche Kind fantasiert sich durch seine Träume, Sehnsüchte und Wunschvorstellungen, bis es sich nach einigen Irrtümern und manchem Fehlverhalten mit einer Klassenkameradin zusammenrauft. Flott-fröhliche Episoden um ein sympathisches Mädchen, die sich einfühlsam, sinnlich und anmutig zu einer optimistischen Lebenssicht verdichten, ohne sich dabei der Realität zu verschließen.“

Uschi Reich steht seit langem für anspruchsvolle Kinderfilme aus deutschen Landen. Jetzt hat sie sich erneut mit Franziska Buch zusammengetan, mit der sie schon „Emil und die Detektive“ und die Fortsetzung von „Bibi Blocksberg“ realisiert hatte.  Dieses mal also die Adaption von „Hier kommt Lola!“, dem ersten Buch der Bestseller-Reihe von Isabel Abedi.

Franziska Buch und Uschi Reich casteten für die Rollen der Kinder junge Talente, verzichteten bei den Erwachsenen hingegen nicht auf große Namen. So gibt Axel Prahl den jung gebliebenen Opa, Nora Tschirner spielt Flos Mama, die Fischverkäuferin Penelope. Prominent besetztes Familienkino!

Der Film zeigt auf wunderbare Weise schwierige und heikle Themen, die selten in (Kinder-)filmen angesprochen werden – und das auf eine unspektakuläre, aber stets glaubwürdige Art und Weise. Ohne moralischen Zeigefinger, aber unmissverständlich!

Offizielle Seite des Films

Gesammelte Kritiken zum Film bei moviepilot.de

FBW – prädikat wertvoll…

Facebook-Seite des Films

Über das Buch…

Eine harte Prüfung für Väter… Rock it!

(Kino: Mathäser, München)

Das Leben sieht für Väter von zehnjährigen Prinzessinnen einige Prüfungen vor. Eine dieser Prüfungen durfte ich heute im Kino erleben… Meine Tochter wollte unbedingt in „Rock it!“

Ein paar Worte zum „Inhalt“ dieses Films (Zitat Film-Dienst 04/2010): „Statt im Internat auf eine klassische Ausbildung hinzuarbeiten, verliebt sich eine junge Klaviervirtuosin in den Elektriker der Schule, der Frontmann einer örtlichen Rock-Band ist. Unter falscher Identität kommt sie als Keyboarderin in die Band und setzt damit ihre Karriere aufs Spiel. Klischeehaftes, ohne Verve inszeniertes Musical für Jugendliche nach dem Vorbild der „High School Musical“-Reihe.“

„Rock It“ lebt von Klischees, die Story könnte kaum abgedroschener sein. Die Hauptdarsteller sind ganz offensichtlich so gecastet worden, dass sie in der Verwertungskette (Bravo & co) optimal funktionieren. Es ist halt so, dass sobald es irgendwelchen Filmchen aus dem amerikanischen Raum gelingt, die Kinokassen klingeln zu lassen,  es nicht lange dauert, bis ein deutscher (unterklassiger) Ableger nachgeschoben wird. Meistens landen diese Streifenwenigstens nur im TV. Manchmal aber findet solch Grauen seinen Weg tatsächlich in die Kinos. Rock It ist ein  peinlicher Musical-Film, ein Abklatsch vom ohnehin ebenfalls überflüssigen „Highschool Musical“, der allenfalls nachmittags einen Platz bei Super-RTL verdient hätte.

Überblick über Kritiken bei filmstarts.de

Wo die wilden Kerle wohnen…

(Kino: Mathäser; München)

Die Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs von Maurice Sendak erzählt nicht nur von einem Kind, sondern lässt den gesamten Film von dessen Wahrnehmung und Fantasie bestimmen. Selten ist kindliche Einsamkeit so gefühlvoll in Bilder übersetzt worden. Ein Film jenseits der gängigen Mainstream Hollywood Kinderfilme – und ein Film, der durch seine Vielschichtigkeit nicht nur ältere Kinder begeistern dürfte. Die taz schreibt: „“Wo die wilden Kerle wohnen“ ist kein Kinderfilm, sondern ein Film für alle von 6 bis 50.“ Wobei man sich meiner Meinung nach nicht von FSK 6 täuschen sollte. Nur weil ein Film lt. Jugendschutz ab 6 Jahre freigegeben ist bedeutet das noch lange nicht, das sechsjährige Kinder dem Film folgen können und Freunde daran haben. Ich würde die UNtergrenze eher bei 10 Jahren sehen…

Zum Inhalt (Zitat Film-Dienst): „Ein kleiner Junge, der unter seiner Einsamkeit leidet und als Scheidungskind mit seinen Aggressionen ringt, reist auf eine geheimnisvolle Insel, auf der er den „wilden Kerlen“ begegnet. In deren abenteuerlicher Welt wird er zum König, bekommt es aber bald mit ähnlichen emotionalen Problemen wie in seinem wirklichen Leben zu tun. Sensibel-melancholischer Kinderfilm, der mit ausdrucksstarken Bildern Maurice Sendaks Bilderbuch-Klassiker (1963) umsetzt und unverkrampft-offen in Schattenseiten kindlichen Erlebens eintaucht.“

Ein wunderschöner Filmnachmittag mit meiner Tochter. Durchaus auch witzig, aber vorallem zum Nachdenken und drüber reden anregend Was will man mehr?

Über das gleichnamige Kinderbuch

Offizielle Film-Website

Filmkritik auf spiegel.de

Wir sind die Krokodile, die Vorstadtkrokodile…

(Kino: Matthäser)

1977 sah ich, achtjährig, im Fernsehen (das war die Zeit, als es noch 3 Programme gab und wir – ungelogen – noch nen Schwarz-Weiss-Fernseher hatten) einen Film über eine tolle Bande, die aufregende Abenteuer erlebte: Die Vorstadtkrokodile.

Über 30 Jahre später sitze ich mit meinem zehnjährigen Töchterchen im Kino und kucke „Die Vorstadtkrokodile 2“ – wohlgemerkt bereits der zweite Teil der Neuverfilmung (Teil 1 lief vergangenes Jahr im Kino). Ein komisches Gefühl.

Die Neuauflage ist natürlich an die Lebenswelt der heutigen Kinder angepasst. Damals das Zusammenleben von Deutschen und Gastarbeitern. Heute die Problematik um Werksschliessung und drohende Arbeitslosigkeit der Eltern. Damals „Pfeil und Bogen“, heute sind es Computer und Handys. Nicht geändert hat sich die Botschaft des Films: Wie wichtig es ist, zusammenzuhalten und auch in schwierigen Zeiten für einander da zu sein. Was sich sehr nach erhobenen Zeigefinger anhört kommt im Film gar nicht so rüber. Der Film ist sehr spannend gemacht. Schnelle, aufregende Szenen wechseln sich mit langamen, nachdenklichen ab. Sehr gelungen.

Zitat Film-Dienst: „Vorstadtkrokodile 2“ ist ein guter, ausgesprochen witziger und schwungvoller Unterhaltungsfilm für junge Kinogänger, kurzweilig, frech und gar nicht mal so gedankenlos. Vieles ist „von der Stange“, wird aber geschickt und sogar selbstironisch gecovert oder recycelt – von der rasanten Eröffnung wie in einem Indiana-Jones-Abenteuer bis zur emotionsreich beschworenen Freundschaft der „Krokodile“, die so verheißungsvoll mit der gefährlichen Suche nach einem neuen Hauptquartier beginnt und dann doch an der Realität zu zerbrechen droht.“  WORD!

Wir hatten auf alle Fälle Beide riesig Spass!!

Anmerkung: Unverständlicherweise ist der Originalfilm von 1977 nicht offiziell als DVD erhältlich – vermutlich verbergen sich ungeklärte Rechtefragen dahinter… Ich hab aber gehört, dass man mit etwas Suchen in einschlägigen Online-Tauschportalen TV-Mitschnitte findet, die man sich runterladen kann. Würde ich ja nie machen, da juristisch zumindest in der Grauzone. Wollte ich aber nur gesagt haben…

Der Film von 1977

Der aktuelle Film